Startseite -> Berichte 2009 -> Bericht

Ehrungen und Beförderungen in Rosdorf

Jahreshauptversammlung

 

Rosdorf. Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr und des Feuerwehrvereins Rosdorf begrüßte Ortsbrandmeister Lutz Heinicke die erschienenen Feuerwehrkameradinnen und -Kameraden, sowie die Mitglieder und Gäste. Unter ihnen waren Gemeindebrandmeister Martin Willing, Abschnittsleiter Albert Bürmann und der Gemeindefeuerwehrverbandsvorsitzende Dieter Fröchtenicht.

Lutz Heinicke bemerkte in seinem Jahresbericht, dass die Ortsfeuerwehr im Jahr 2008 zu insgesamt 75 Einsätzen gerufen wurde. "Jeder dieser Einsätze wurde den Erfordernissen nach abgearbeitet. Die Zahl der 75 Einsätze im Jahr 2008 bedeuten 34 Einsätze weniger gegenüber dem Vorjahr. Hier macht sich bemerkbar, dass tagsüber viele kleine technische Hilfeleistungen vom Bauhof der Gemeinde übernommen wurden", so Heinicke.
Nach einem Einsatz im Jahr 2005 auf der Deponie in Deiderode wurde damals ein Verlust von neun Schlauchbrücken verzeichnet. Diese Verlustmeldung war im Landkreis zunächst nicht auffindbar. Nach einem klärenden Gespräch sind aber schließlich die Schlauchbrücken für den Wechsellader wiederbeschafft worden. "Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dem Kreisbrandmeister die Verlustmeldung vorlag und er sich trotz regen Schriftverkehrs zwischen Gemeinde und Landkreis nicht eingeschaltet hatte. Ich finde dieses Verhalten unverständlich! Ein Wort des Kreisbrandmeisters, und wir hätten uns drei Jahre Ärger ersparen können. Bis heute habe ich vom Kreisbrandmeister noch keine Entschuldigung erhalten. Wenn dieses der Führungsstil in der Kreisfeuerwehr ist, sehe ich für die Zukunft der Kreisfeuerwehr schwarz und ich lehne unter diesen Umständen eine weitere Zusammenarbeit unter diesem Kreisbrandmeister ab!", ärgerte sich der Ortsbrandmeister.

Martin Willing begann sein Grußwort mit einem Dankeschön: "Danke an Euch alle für Euer Engagement und für Eure Bereitschaft, sich in die Feuerwehr einzubringen, sich bereitzuhalten für den Einsatzfall - rund um die Uhr - und sich so in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Das ist längst nicht mehr selbstverständlich und verdient den Respekt und den Dank und die Anerkennung der Bürgerinnen und Bürger dieser Gemeinde.". In einer immer älter werdenden Gesellschaft gibt es zwangsläufig auch immer weniger junge Menschen, die beherzt zum C-Rohr greifen oder mit Atemschutz in ein Gebäude gehen. Die Feuerwehren sind – wie alle anderen Gesellschaftsbereiche auch – von der demographischen Entwicklung betroffen. Allerdings betrifft es die Feuerwehr besonders hart, weil sie ohnehin wegen der hohen körperlichen Anforderungen nur auf diejenigen Männer und Frauen zurückgreifen kann, die fit genug für die schweren Einsätze sind.
"Mittlerweile beeinträchtigt das unsere Feuerwehren existenziell in ihrer Arbeit. Die personelle Entwicklung in einer Ortsfeuerwehr in dieser Gemeinde hat sich so minimiert, dass eine Aufrechterhaltung nicht mehr gewährleistet werden kann.", beklagte Willing. Die Verwaltung hat die Aufgaben erhalten, die Auflösung der Ortsfeuerwehr Volkerode einzuleiten. Es müssen noch Anhörungen vom Landkreis und der Polizeidirektion Göttingen eingeholt werden. Und das ist erst der Anfang, denn im nächsten Jahr wird auf Grund der gleichen Problematik mit der Auflösung der nächsten Ortsfeuerwehr begonnen.

 Erfreulich wurden dann die Ehrungen und Beförderungen entgegengenommen:

Für die Mitgliedschaften im Kreisfeuerwehrverband Göttingen e.V. erhielten Willi Otte für 60 Jahre und Horst Paland für 40 Jahre die Ehrennadel.

Zur Hauptfeuerwehrfrau, bzw. zum –mann wurden die Kameradinnen und Kameraden Jessika Klaas, Linda Wiesner, Benjamin Krusche, Daniel Zühl und Kay Wolter befördert. Karsten Rindermann ist nun Oberfeuerwehrmann.