Startseite -> Berichte 2009 -> Bericht
Standortausbildung: Technische Hilfeleistung
Erste Standortausbildung im Bereich „Patientenorientierte Rettung aus PKW“ durchgeführt für Feuerwehren aus dem Südbereich der Gemeinde Rosdorf
Am Wochenende 14. & 15. August 2009 wurden die Feuerwehren Dahlenrode, Dramfeld und Sieboldshausen, sowie Obernjesa durch das Ausbilderteam der Feuerwehren der Gemeinde Rosdorf in der Rettung von verletzten Personen aus verunfallten PKW geschult.
Am Freitagabend wurden die Grundlagen in einer Theorieausbildung vermittelt bzw. wieder aufgefrischt. Dabei ging es um Absichern von Unfallstellen, Sicherstellen des Brandschutzes, Durchführen von Erstmaßnahmen zur Betreuung der beteiligten Personen und die Herstellung des Erstzuganges in das Fahrzeug, sowie um die nachfolgende technische Rettung mit Hilfeleistungsgeräten wie Spreizer, Schere und Rettungszylinder in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst.
Auf dem Hof der Fa. Schindewolf, die dankenswerterweise zum wiederholten Male Altfahrzeuge zur Verfügung gestellt hat, wurden am Samstagvormittag die in der Theorie vermittelten Grundlagen in die Praxis umgesetzt. Mit Unterstützung der Kameraden aus Obernjesa sowie ergänzend der Ortsfeuerwehr Elliehausen, die ihren Rüstwagen vorstellte, wurden zwei Unfallszenarien dargestellt.
So war jeweils eine Rettung aus einem auf der Seite liegenden und aus einem „normal“ stehenden PKW durchzuführen. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem praktischen Kennen lernen und Einsetzen der technischen Ausstattung der Stützpunktfeuerwehr Obernjesa und der gemeinsamen Zusammenarbeit von Kameraden aus verschiedenen Ortsfeuerwehren an den Rettungsgeräten. Auch sollten Ausrüstungsgegenstände, die auf den ersten Blick lediglich zur herkömmlichen Brandbekämpfung dienen, aber ebenfalls bei Verkehrsunfällen eingesetzt werden können, „entdeckt“ werden.
Hierzu zählen zum Beispiel Schläuche, Schlauchbrücken, Leinen, Steckleiter. Diese Gerätschaften können beispielsweise zur ersten Stabilisierung eines verunfallten PKW genutzt werden.
Eine besondere Herausforderung stellte ein Übungsfahrzeug der Marke Volvo neueren Baujahrs dar, da es mit allen erdenklichen Sicherheitseinrichtungen, wie Airbags (Fahrer-, Beifahrer und mehrere Seitenairbags, die auch nach dem Abklemmen der Fahrzeugbatterie noch auslösen) und Seitenaufprallschutzsystemen, ausgestattet war.
Probleme, die eine Konstruktion von PKW mit hochfesten Stählen zum verbesserten Insassenschutz bei Unfällen mit sich bringen und die Feuerwehren teilweise an die Grenzen der Leistungsfähigkeit ihrer technischen Geräte bringen, konnten ebenfalls erfahren werden.
Nachdem an den Geräten von allen Teilnehmern ausführlich geübt wurde, war die Ausbildung gegen Mittag beendet. Alle waren sich einig, dass sich die sieben Ausbildungsstunden, die zusätzlich zu dem üblichen wöchentlichem Dienst absolviert wurden, gelohnt haben. Ein weiterer positiver Effekt stellte die gemeinsame Arbeit mit anderen Kameraden aus den anderen Ortsfeuerwehren neben dem alltäglichen Einsatzdienst dar. So lernten sich die Teilnehmer auch während der Pausen in Gesprächen näher kennen.
Im Herbst wird diese Ausbildungseinheit für die Feuerwehren aus dem Nordbereich der Gemeinde Rosdorf (Rosdorf, Lemshausen, Mengershausen und Settmarshausen) angeboten.
Fotos: Christian Rambow
Text: Thorsten Köwing